Mit all unseren Sinnen...

Monika Liem Ergotherapeutin

Feinmotorische Probleme und Schwierigkeiten mit der Stifthaltung oder der Schreibmotorik (Grafomotorik)

Einige Kinder fallen in der Schule durch ihr Schriftbild auf, schreiben zu langsam, verkrampft oder machen deswegen viele Fehler. Meist liegen dem eine ungünstige Muskelspannung, Sitzhaltung oder Stifthaltung zugrunde. Auch visuelle Wahrnehmungsstörungen können eine Ursache sein. Zunächst wird ein individueller Befund erstellt und dann gezielt an den Schwierigkeiten gearbeitet.

Motorische oder geistige Entwicklungsverzögerung

Haben Kinder keine altersgerechte motorische oder geistige Entwicklung, werden sie mit geeigneten Therapiematerialien gefördert und in Alltag und Schule gefördert. Selbstverständlich findet regelmäßig ein Informationsaustausch mit den Eltern statt. Die Eltern bekommen Tipps für den Alltag mit ihrem Kind und auch Hausaufgaben.

ADS bzw. ADHS

Es kommen Elemente aus verschiedenen Konzepten zur Behandlung von Kindern mit Aufmerksamkeitsschwäche bzw. Hyperaktivität zum Einsatz, z.B. Training mit aufmerksamkeitsgestörten Kindern nach Lauth und Schlottke bzw. Ergotherapeutisches Trainingsprogramm nach Britta Winter. Diese Konzepte haben einen kognitiven sowie einen verhaltenstherapeutischen Ansatz. Die Kinder üben Basisfertigkeiten wie genaues Hinsehen, genaues Hinhören, Fehler finden, Selbstinstruktion sowie Handlungsplanung und Selbstregulation. Durch sensomotorische Maßnahmen lernen die Kinder eine bessere Selbstregulation ihrer Aufmerksamkeit oder Unruhe (Alert-Programm). Stehen hauptsächlich Verhaltensprobleme im Vordergrund, ist das Therapieprogramm für Kinder mit hyperaktivem und oppositionellem Problemverhalten (THOP)geeignet, bei dem Kinder und Eltern gleichermaßen beteiligt sind.

Behandlung von erwachsenen Hemiplegikern nach dem Bobath-Konzept

Durch die Anbahnung normaler Bewegung und die Hemmung unerwünschter (pathologischer) Bewegungsmuster soll die bestmögliche Mobilität und Selbstständigkeit im Alltag erreicht werden. Darüber hinaus werden gemeinsam mit dem Patienten Hilfsmittel oder Anpassungen für Verrichtungen des täglichen Lebens erarbeitet.

Reflexzonentherapie am Fuß nach Hanne Marquardt

Fast alle Regionen bzw. Organe des Körpers spiegeln sich an den Füßen wider. Durch die Behandlung der Reflexzonen am Fuß kann das zugehörige Körperteil (Bewegungsapparat, Lymphsystem, Hormonsystem, innere Organe) behandelt werden. Mit bestimmten Griffen kann das vegetative Nervensystem beeinflusst werden. Die RZF findet begleitend zu anderen Behandlungstechniken der Ergotherapie oder der Schmerztherapie statt.